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Substrate im Hobbygarten

Jeder zweite (46 Prozent) deutsche Haushalt besitzt einen Garten, 79 Prozent aller Haushalte verfügen über einen Garten oder andere Außenflächen wie Balkon oder Terrasse und über fünf Millionen Deutsche widmen sich dem Freizeitvergnügen Schrebergarten. Bei privaten Verbraucherinnen und Verbraucher sind Haus, Wohnung und Garten auch durch die Corona-Pandemie noch stärker als zuvor in den Fokus gerückt. Mit einer Wachstumsrate von mehr als 10 Prozent erreichte der Gartenmarkt in 2020 einen Rekordumsatz von rund 20,9 Mrd. Euro. Mit einem leichten Minus von 0,5 Prozent bleibt der Markt in 2021 mit einem Umsatz von rund 20,8 Milliarden Euro nur unwesentlich darunter und bestätigt damit den anhaltenden Trend zum Garten.

Der Einsatz von torfhaltigen Substanzen ist dabei derzeit gängiger Standard für Blumenerden und Substrate von Pflanzen. Die Nachfrage nach torfreduzierten bzw. torffreien Substraten steigt dabei aber Jahr für Jahr. Zur Schonung der kostbaren Ressource Torf betreibt die deutsche Erdenindustrie seit Jahrzehnten intensive Forschung, um den Einsatz alternativer Substratausgangsstoffe zu erweitern. Aufgrund dieser Anstrengungen werden bereits ca. 43 Prozent alternative Ausgangstoffe wie beispielsweise Kompost, Holzfaser, Kokosfaser und Rindenprodukte zur Produktion von Blumenerden im Hobbygartenbau eingesetzt. Im Jahr 2020 wurden 4,2 Mio. m³ Hobbyerden im Inland verkauft und 1,2 Mio. m³ exportiert. Gut 730.000 m³ davon waren bereits komplett torffreie Substrate.(1)


(1) Industrieverband Garten e.V. 2021